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Success Story #04

Restrukturierung Service im Anlagenbau
9. Juli 2026 durch
Success Story #04
Lutz Happich


Branche / Fokusindustrie

Verarbeitende Industrie
Anlagenbau

Linienfunktion / Rolle

Operating Partner Service
Operating Partner

Operating Partner

 Mandatsdauer
(in Monaten)

20

 Umsatz
(in Mio €)

180

 Mitarbeiter

800



Aufgabe:

Ziel des Mandats war die grundlegende Restrukturierung und Professionalisierung des Servicebereichs eines international tätigen Herstellers von industriellen Anlagen im Segment Lebensmittel.


Ausgangssituation:

  • Service stark geprägt durch reine Reaktion statt Steuerung
  • Kommunikation größtenteils unstrukturiert über E-Mail
  • Fehlende Transparenz und Steuerbarkeit in Prozessen und Kapazitäten
  • Service um jeden Preis“ statt wirtschaftlich und kundenorientiert gesteuerter Serviceleistung
  • Dysfunktionale Teamstrukturen und unklare Spielregeln

Ziel:

  • Aufbau eines skalierbaren, steuerbaren und wirtschaftlichen Servicegeschäfts
  • Etablierung klarer Prozesse, Systeme und Verantwortlichkeiten
  • Verbesserung von Servicequalität, Geschwindigkeit und Kundenkommunikation


Vorgehensweise:




1

Fundamentale Neukonzeption des Service-Modells

Entwicklung eines klaren Zielbildes für einen steuerbaren Service durch systembasiertes Arbeiten in standardisierten Grundabläufen.


2

Einführung eines Service Playbooks als zentrales Steuerungs-Instrument

Erstellung eines umfassenden Dokuments mit bereichsübergreifenden Arbeitsanweisungen und Checklisten für Qualität, Prozessdisziplin und Kommunikation.


3

Systematische Verlagerung der Arbeit in IT-Systemen

Transformation der Service-Kommunikation hin zu strukturierter Abwicklung im CRM/ERP System. Bootstrapping der Einführung einer Field Service Management Software.

4

Aufbau klarer Prozesse entlang der gesamten Service Supply Chain

Definition und Umsetzung verbindlicher Workflows im Zusammenspiel von Service, Logistik, Ersatzteilwesen, Controlling und Planung.

Weitere relevante Umsetzungsmaßnahmen/-schritte:

  • Einführung synchronisierter Abstimmungs- und Steuerungsmechanismen.
  • Elimination dysfunktionaler Verhaltensmuster und Aufbau einer funktionalen Teamkultur mit klaren Spielregeln. Etablierung einer zweiten Führungsebene und eines Verantwortlichen für die zentralen Service-Tools.
  • Prozess- und Workflow-Design: End-to-End-Definition von Serviceprozessen, Einführung klarer Übergabepunkte entlang der Servicekette und Vermeidung von Medienbrüchen sowie Informationsverlusten.
  • Kapazitäts- und Einsatzplanung: Neubewertung und Strukturierung der Einsatzplanung und Aufbau eines deutlich erweiterten Planungshorizonts.
  • Key Account & Krisenmanagement: Aktives Management kritischer Kunden, Stabilisierung von Kundenbeziehungen durch klare Kommunikation und verlässliche Leistungserbringung

  • Intensive Kommunikation und Aufklärungsarbeit mit anderen Unternehmensbereichen und der Bestandskundenbasis. Restrukturierung des Key Account Reportings in ein sinnvolles und ergebnisorientiertes Management Systems.
  • Weiterentwicklung der Führungskultur hin zu kennzahlen-orientiertem Entscheidungsmanagement.


Resultate (Output):

  1. Geschwindigkeit und Servicequalität: Reduktion der durchschnittlichen Reaktionszeiten um ~50% und Entstörzeiten um ~70%.
  2. Planung und Steuerbarkeit: Erhöhung des Planungshorizontes von Servicetechnikern von 1 Tag auf >10 Tage.
  3. Wiederkehrende Umsätze durch Steigerung der Wartungsquote von ~50% auf ~90% im Seriengeschäft.
  4. Umsatzsteigerung im Service über die letzten 12 Monate um +40% und eine EBITDA-Verbesserung von +50%.
  5. Prozesse und Systemnutzung: Deutliche Verlagerung der Arbeit weg von E-Mails hin zu einer strukturierten ERP-Nutzung.
  6. Organisation und Zusammenarbeit: Klare, gelebte Workflows entlang der gesamten Service Supply Chain und funktionierende Abstimmungsmechanismen statt Ad-hoc-Kommunikation.


Wirkung (Outcome):

  • Transformation von reaktivem Chaos zu steuerbarem System. Durchgängige, systemgestützte Serviceprozesse mit klarer Steuerbarkeit, so dass das Management aktiv steuern kann statt nachzuarbeiten.
  • Massive Verbesserung von Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Signifikant schnellere und verlässlichere Serviceleistung im Sinne der Kundenzufriedenheit, Wiederkaufrate und Reputation der Serviceorganisation.
  • Monetarisierung durch Struktur statt Zufall. Etablierung des Services als eigenständiges Profit-Center mit professioneller Führungsstruktur und profitablem Geschäftsmodell. 
  • Aufbau eines skalierbaren Servicegeschäfts durch standardisierte, wiederholbare Prozesse und klare Systemlogik. Eine stabile Grundlage für Wachstum,  Internationalisierung und Margensteigerung.
  • Professionalisierung der Kundenbeziehung durch klare, professionelle und strukturierte Kundeninteraktion.
  • Nachhaltige Verankerung der organisatorischen Veränderungen durch das Service Playbook: reproduzierbare Qualität, prüfbare Prozesse und skalierbare Zusammenarbeit.
Success Story #03
Digitalisierung und Modernisierung im Anlagenbau