Branche / Fokusindustrie
Verarbeitende Industrie
Anlagenbau
Linienfunktion / Rolle
Operating Partner Service
Operating Partner

Mandatsdauer
(in Monaten)
20
Umsatz
(in Mio €)
180
Mitarbeiter
800
Aufgabe:
Ziel des Mandats war die grundlegende Restrukturierung und Professionalisierung des Servicebereichs eines international tätigen Herstellers von industriellen Anlagen im Segment Lebensmittel.
Ausgangssituation:
- Service stark geprägt durch reine Reaktion statt Steuerung
- Kommunikation größtenteils unstrukturiert über E-Mail
- Fehlende Transparenz und Steuerbarkeit in Prozessen und Kapazitäten
- „Service um jeden Preis“ statt wirtschaftlich und kundenorientiert gesteuerter Serviceleistung
- Dysfunktionale Teamstrukturen und unklare Spielregeln
Ziel:
- Aufbau eines skalierbaren, steuerbaren und wirtschaftlichen Servicegeschäfts
- Etablierung klarer Prozesse, Systeme und Verantwortlichkeiten
- Verbesserung von Servicequalität, Geschwindigkeit und Kundenkommunikation
Vorgehensweise:
1
Fundamentale Neukonzeption des Service-Modells
Entwicklung eines klaren Zielbildes für einen steuerbaren Service durch systembasiertes Arbeiten in standardisierten Grundabläufen.
2
Einführung eines Service Playbooks als zentrales Steuerungs-Instrument
Erstellung eines umfassenden Dokuments mit bereichsübergreifenden Arbeitsanweisungen und Checklisten für Qualität, Prozessdisziplin und Kommunikation.
3
Systematische Verlagerung der Arbeit in IT-Systemen
Transformation der Service-Kommunikation hin zu strukturierter Abwicklung im CRM/ERP System. Bootstrapping der Einführung einer Field Service Management Software.
4
Aufbau klarer Prozesse entlang der gesamten Service Supply Chain
Definition und Umsetzung verbindlicher Workflows im Zusammenspiel von Service, Logistik, Ersatzteilwesen, Controlling und Planung.
Weitere relevante Umsetzungsmaßnahmen/-schritte:
- Einführung synchronisierter Abstimmungs- und Steuerungsmechanismen.
- Elimination dysfunktionaler Verhaltensmuster und Aufbau einer funktionalen Teamkultur mit klaren Spielregeln. Etablierung einer zweiten Führungsebene und eines Verantwortlichen für die zentralen Service-Tools.
- Prozess- und Workflow-Design: End-to-End-Definition von Serviceprozessen, Einführung klarer Übergabepunkte entlang der Servicekette und Vermeidung von Medienbrüchen sowie Informationsverlusten.
- Kapazitäts- und Einsatzplanung: Neubewertung und Strukturierung der Einsatzplanung und Aufbau eines deutlich erweiterten Planungshorizonts.
Key Account & Krisenmanagement: Aktives Management kritischer Kunden, Stabilisierung von Kundenbeziehungen durch klare Kommunikation und verlässliche Leistungserbringung
- Intensive Kommunikation und Aufklärungsarbeit mit anderen Unternehmensbereichen und der Bestandskundenbasis. Restrukturierung des Key Account Reportings in ein sinnvolles und ergebnisorientiertes Management Systems.
- Weiterentwicklung der Führungskultur hin zu kennzahlen-orientiertem Entscheidungsmanagement.
Resultate (Output):
- Geschwindigkeit und Servicequalität: Reduktion der durchschnittlichen Reaktionszeiten um ~50% und Entstörzeiten um ~70%.
- Planung und Steuerbarkeit: Erhöhung des Planungshorizontes von Servicetechnikern von 1 Tag auf >10 Tage.
- Wiederkehrende Umsätze durch Steigerung der Wartungsquote von ~50% auf ~90% im Seriengeschäft.
- Umsatzsteigerung im Service über die letzten 12 Monate um +40% und eine EBITDA-Verbesserung von +50%.
- Prozesse und Systemnutzung: Deutliche Verlagerung der Arbeit weg von E-Mails hin zu einer strukturierten ERP-Nutzung.
- Organisation und Zusammenarbeit: Klare, gelebte Workflows entlang der gesamten Service Supply Chain und funktionierende Abstimmungsmechanismen statt Ad-hoc-Kommunikation.
Wirkung (Outcome):
- Transformation von reaktivem Chaos zu steuerbarem System. Durchgängige, systemgestützte Serviceprozesse mit klarer Steuerbarkeit, so dass das Management aktiv steuern kann statt nachzuarbeiten.
- Massive Verbesserung von Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Signifikant schnellere und verlässlichere Serviceleistung im Sinne der Kundenzufriedenheit, Wiederkaufrate und Reputation der Serviceorganisation.
- Monetarisierung durch Struktur statt Zufall. Etablierung des Services als eigenständiges Profit-Center mit professioneller Führungsstruktur und profitablem Geschäftsmodell.
- Aufbau eines skalierbaren Servicegeschäfts durch standardisierte, wiederholbare Prozesse und klare Systemlogik. Eine stabile Grundlage für Wachstum, Internationalisierung und Margensteigerung.
- Professionalisierung der Kundenbeziehung durch klare, professionelle und strukturierte Kundeninteraktion.
- Nachhaltige Verankerung der organisatorischen Veränderungen durch das Service Playbook: reproduzierbare Qualität, prüfbare Prozesse und skalierbare Zusammenarbeit.